Die Tour ist wie gesagt leicht, aber doch recht lang. Um halb zwölf starten wir, um fünf Uhr nachmittags sind wir am Krater. Das sich mit rutschigem Sulz abwechselnde blanke Eis macht die fünf Stunden dazwischen gar nicht mal so easy und Harscheisen unverzichtbar. Oben angekommen flasht uns dann der satte Krater – ein perfektes schwarzes Loch, dessen Tiefe nicht zu erahnen ist – nicht wenig, und schon bald bringen wir unsere zahlreichen Mitbringsel zum Einsatz: die Spiegelreflex: sie glüht, unser Abschlag in den rumorenden Schlund des Villarrica: ein klassisches hole in one, die GoPro-Abseilaktion: nicht nur wasser- sondern auch lavadicht, das Ding.
Die Sonne steht schon recht tief, als wir schließlich die hammermäßig lange Abfahrt in Angriff nehmen. Perfektes Timing. Unsere letzte line auf chilenischem Schnee wird eine der einprägsamsten. Bei Sonnenuntergang und herrlichen Frühjahrsconditions einen Vulkan abfahren, das kann alles. Zwar versagt mir meine Leih-Bindung, und verschafft mir im Zuge eines daraus folgenden slams einen fetten Ganzkörper-Slide auf Eis und Fels und ein ebenso fettes Cut am Arsche (das später mit sieben Stichen genäht werden muss), aber egal – im noch frischen Eindruck dieses perfekten Bergtages, der geprägt war vom leuchtenden Rot der untergehenden Sonne und den leuchtenden Neonfarben unserer Overalls, können uns Banalitäten wie diese nur noch mehr zum Lachen bringen.
todays´ project: the villarrica.
superfriends!
safest rope team ever (next to chairlift)
danger, danger!
hole one, par one.
volcano lanin, from villarrica.
volcano llaima, from villarrica.
the crater.
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