Freitag, 25. November 2011

8.9., Tag 49 – downerstag.


Es bleibt uns nur noch eine Woche, bevor unser Flieger in Richtung Heimat abhebt. Da tut jeder Tag Pause weh. Deshalb darf dieser wolkenverhangene Donnerstag kein downers-tag werden, dies ist ein crazy action-day. Card-spieling, Ganztags-snacking und postcard-schreibing stehen ganz oben auf der Gasgeber-Liste. Zapp-a-lot, es ist was los.

Donnerstag, 24. November 2011

7.9., Tag 48 – more altitude.


Nochmal wird gehikt, und nochmal werden unberührte Rinnen geshredded. Das Wetter spielt zwar wieder nicht ganz mit – so wie gestern zieht es auf und zu, und der Wind trägt das Seinige zur allgemeinen Ungemütlichkeit bei – trotzdem fällt uns der Abschied von der Frey-Hütte recht schwer. Eine Zeit lang hätten wir es hier schon noch augehalten. Dementsprechend werden wir uns dann auch nicht so recht einig, als es um die Route zurück ins Skigebiet geht.
Der ernsthaft straukige Kinka und ich, der noch immer mit seinen Schneeschuhen Kämpfende, versuchens mit einem 3-Stunden-Hike in direkter Richtung zum Schigebiet, samt erhoffter Spitzen-Abfahrt, die sich als Eislaufplatz erweist. Ganz abgesehen davon waren die geschätzten 700 Meter Aufstieg in schwierigem Gelände echt happig, und die Grippe hats dem Kinka auch nicht gerade leichter gemacht.
Den anderen geht’s nicht viel besser, ihre Route mit geplanten zwei fetten Abfahrten und ebensovielen zachen hikes wird kurzerhand etwas abgemildert und bleibt trotzdem auch kein Spaziergang. Frei nach einem Hopfgartner Liftinger lässt sich also zusammenfassen: it´s a hard life in the mountains, owa nu vü härter ohne se.
Als dann knapp vor sieben Uhr abends die letzten in unserer Stammkneipe bei der Talstation eintrudeln schmeckt das löhnende argentinische Bier gut wie nie, auch wenn der ein oder andere der Gesundheit und der Vernunft wegen auf Kamillentee umsteigt.

Dienstag, 22. November 2011

6.9., Tag 47 – early (blue)bird.


Refugio Frey, unser Basislager für den heutigen fetten Hiketag, liegt so malerisch am Ende eines imposanten Talkessels, wie man es sich nur vorstellen kann. Einige von uns stehen schon um sechs Uhr auf, um die magischen Lichtverhältnisse für einen sunrise-run zu nutzen. Wir anderen beobachten etwas später, wie die Jungs im Morgenrot die letzten paar Schritte zu ihrer jeweiligen Rinne hochhiken und noch kurz verharren, um das grandiose Panorama auf sich wirken zu lassen und sich anschließend im nun gleißenden Sonnenschein in ihre lines zu werfen.
Dann frühstücken manche von uns, manche kommen gerade von ihrem run züruck, manche brechen auf. Ein flexibles Kommen und Gehen, dass diese Bowl um Refugio Frey so einzigartig und perfekt macht. In alle Himmelsrichtungen schwärmt qttp aus und jeder sucht sich seine Lieblingsline. Zwar versucht das schlechter werdende Wetter, uns einen Hund rein zu haun, aber der Spaß am Fahren und auch einfach nur am Hiken vergeht uns nie.
Am Ende des Tages haben alle richtig viele Höhenmeter in den Beinen. Der gemütliche Ofen in der Hüttenstube und viel gesunder Schlaf im großräumigen Matratzenlager helfen bei der Regeneration und lassen uns vorfreudig dem nächsten Sonnenaufgang entgegensteuern.




















Sonntag, 20. November 2011

5.9., Tag 46 – 2nd try, refugio frey.


Dieser Tag wird es in sich haben, das wissen wir schon beim frühmorgendlichen Aufstehen und Sachen packen. Wie es der Snowforecast vorausgesagt hat, liegen heute wieder 15cm mehr am argentinischen Boden. Der Plan sieht daher vormittägliche treeruns vor, und anschließend die rund zweistündige Tour zum Refugio Frey, das wir zum zweiten mal, und diesmal in Komplettbesetzung ansteuern.
Die Waldabfahrten sind wieder zum Niederknien, heute sogar noch besser als am Vortag. Länge, Steilheit und lockere Dichte dieses hammermäßigen Waldgebietes sind wahrscheinlich das Beste, was man diesbezüglich in Südamerika finden kann.
Um zwei Uhr geht’s ab zur Hütte, der eingeschlagene Weg nimmt fahrplanmäßige zwei Stunden in Anspruch, zumindest für unsere Vorhut. Abgeschlagen letzte am Ziel sind schlecht Befellte, Splitboarder und zwangsbeglückte Schneeschuhwanderer, ein lächerliches aber lachendes Dreiergespann. In der Hütte dann speisen wir die vom uns bewirtenden Pato höchstselbst ge-zauberte Pizza und erfreuen uns am Anblick seiner be-zaubernden Freundin aus Italien. (Wäre sie doch nur ins nahe Tirol anstatt ins ferne Argentinien gereist. Naja, selber Schuld.)









Freitag, 18. November 2011

4.9., Tag 45 – treeruns! faceshots! meat!


Leichte Infrastruktur-Schwächen von Seiten des Liftunternehmens zwingen uns fast ganztägig auf den vor sich hin zuggelnden 2er-Sessellift im so ziemlich einzig windgeschützten Graben von ganz Cerro Catedral. Generell ist der Wind unser einziger wirklicher Feind hier in Bariloche und eigentlich überhaupt in den Anden. Kein Tag ohne zumindest leichte Böhen, kaum ein Tag an dem tatsächlich alle Liftanlagen geöffnet wären. Manchmal strapaziert das die Nerven, heute nicht. Wir holzen durch den windstillen Laubwald, der uns einmal mehr an Japan-Videoparts erinnert. Hier reichen schon die 10cm Neuschnee, die in dieser Nacht wieder gefallen sind, um richtig gute faceshots zu kassieren. <Fillete>, <nice> und <bärig> sind nur einige der dreisprachig geäußerten Gefallensbekundungen.
Ähnlich gut geht’s uns dann am Abend, als das nun schon fast tägliche Fleischbrockenritual auf dem Programm steht. 4,5 kg Lomo sind es heute, die unsere acht Mägen erfreuen und die komplette Mannschaft anschließend erschöpft und zufrieden in die Falle fallen lässt.

(Today no pics, strictly jsut riding!)